Juli 2017

Endspurt…

Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich aus dem namibianischen Winter wieder. Man möchte es eigentlich nicht glauben, aber es ist wirklich kalt! Wind + Nebel + 15 Grad ist nicht gerade was man sich vorstellt, wenn man an das „Klischee Afrika“ denkt. 

Unter der Woche gab es keine Veränderung; Schulsport am Vormittag an der !Nara Primary School und 3x pro Woche Leichtathletik Training mit den süßesten und motiviertesten Kindern die man sich nur vorstellen kann. Ja, meine Trainingsgruppe ist mir sehr ans Herz gewachsen! Die Gruppe ist seit dem letzten Schulterm kleiner geworden, weil im zweiten Term des Jahres Sportarten wie Cricket, Fußball und Netball ihre Saison haben. Ich habe jetzt meinen festen Kern an Kindern, die regelmäßig und mittlerweile auch pünktlich zum Training erscheinen. Am liebsten würde ich einige sehr sehr gerne mitnehmen. 🙈 Die Kinder lieben einen mit einer solchen Bedingungslosigkeit, die man sich schwer vorstellen kann. Auch das Vertrauen, das manche mir schenken, obwohl sie mich nicht besonders gut kennen, macht mich ziemlich stolz. Ich bin nicht nur Coach/Teacher, sondern auch ein Freund geworden! 

Meine Haare sind immer noch ein Highlight


So viel zu meiner Arbeit…

Da meine Wochen nun leider gezählt sind versuchen wir an den Wochenenden so viel wie möglich zu unternehmen. Mit wir meine ich meinen Freundeskreis, dazu gehören Freiwillige aus Walvis Bay, sowie Swakop, Namibianer und Studenten, die ein Auslandssemester oder „Internship“ machen unter anderem aus Deutschland und Frankreich. Alles in allem eine ziemlich bunt gemischte Gruppe von ca. 15-20 Personen. 

Vor 3 Wochen haben wir ein Wochenende in Walvis Bay verbracht, da wir die meiste Zeit nach Swakopmund gehen von Freitag bis Sonntag. Und ja, man kann auch in W/Bay Ausflüge unternehmen oder feiern gehen. Wir haben mit einem Ausflug zur Düne 7 angefangen (für mich schon bestimmt das 10. mal), für manche war es das erste mal. 


 Da einige aus meinem Freundeskreis auch im „Mascato Youth Choir“ singen, einem lokalen Chor, sind wir als Gruppe zum Konzert in Narraville (Stadtteil von Walvis Bay) gegangen. Es hat mich riesig gefreut, dass so viele gekommen sind, da wir eine komplette Reihe besetzt haben!! Nach 3 Stunden Konzert gab es eine After Show Party in der Wohnung von Sarah. Anschließend sind wir in einen Club gegangen. Der Abend war wirklich cool und hat Spaß gemacht. 

Ich, Yohann und Sarah


Um nicht einen Sonntag mit schlafen zu verschwenden, haben wir eine Tour zum Sandwich Harbour gebucht… Um 8 Uhr morgens!! ging es los. Mit 3 Autos starteten wir an der Lagune Richtung Süden. Mit leichtem Magengrummeln vom Vorabend sind wir durch die Dünen gefahren. 


Unser Fahrer war sehr entspannt und fand sich sehr witzig, rückwärts die Dünen runter zu fahren…mein Magen fande das nicht so witzig. Am Sandwich Harbour angekommen war ich froh, aus dem Auto raus gekommen zu sein. Zur Erklärung: Sandwich Harbour bezeichnet hier eine Stelle, an der die Dünen direkt auf das Meer treffen, Namib vs. Atlantik. Wunderschön!



Zu meinem nächsten Highlight gehörte der Sonnenuntergang an der Lagune in der darauf folgenden Woche, bei dem Sarah und ich Delfine gesehen haben! Das Bild spricht für sich selbst!


Vor zwei Wochen waren wieder alle in Walvis Bay, um bei einem Running/Cycling Event zu helfen. Freitag Abend haben wir gemütlich gegrillt, wieder in der Wohnung von Sarah. 




Am Samstagmorgen um 6Uhr standen wir auf der Matte. Zusammen mit Lara wurde ich für den Wendepunkt für die 30km Fahrradfahrer eingeteilt. Das heißt wir standen 3 Stunden lang in der Kälte rum, mit unseren schicken Warnwesten und mussten den Teilnehmern sagen; bitte wenden. Immerhin bekamen wir alle etwas zu essen und trinken und ein T-shirt, welches wir kurzerhand noch von allen unterschreiben lassen haben, eine schöne Erinnerung! 😃 Nach einem Mittagsschlaf (von wirklich allen😂) war am Abend wieder feiern angesagt.

Dieses Wochenende haben wir den Geburtstag von 2 gefeiert. Samstag Abend ging es mit einem leckeren Abendessen los. 




Geburtstagskinder


Um den eigentlichen Geburtstag am Sonntag noch abzurunden haben wir zusammen gefrühstückt und waren anschließend in den Dünen zum Sandboarden. 

 





Immer öfter bekomme ich den Gedanken, dass ich alles hier so sehr vermissen werde… Die Aktionen am Wochenende, meine Freunde, die ich wahrscheinlich sonst nie kennengelernt hätte, die Kinder in der Schule oder generell gesagt, das Leben, das ich hier habe. Klar, kann ich jederzeit zum Urlaub machen zurück nach Namibia kommen, aber es wird nicht dasselbe sein. „Meine Kinder“ werden älter sein, es sind nicht mehr die selben Menschen hier usw.

Gleichermaßen freue ich mich auch schon auf zuhause, alle wieder zu sehen, alle Neuigkeiten zu erfahren und einen neuen Lebensabschnitt mit dem Studium zu beginnen!

„Exchange is not a year in your life, it’s a life in a year!“ Dieser Satz kam mir ganz oft in den Sinn. Und ja, es stimmt! 

So mit dem Satz zum grübeln wünsche ich euch ruhige letzte 3 Wochen. 😉

Bis ganz bald,

Eure Lea

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